1 Samudal

Dagegen Beispiel Essay

Das „essay“ ist das englische Gegenstück zur deutschen Erörterung. Im englischsprachigen Raum ist es die Form, um Fragestelllungen, Thesen oder Gedanken schriftlich auszuführen. Besonders wichtig dabei ist nicht nur sich inhaltlich gut vorzubereiten sondern auch die äußere Form einzuhalten. Der beste Inhalt ist nichts wert ohne eine korrekte Form!

Die folgende, vereinfachte Übersicht kann dir helfen, ein einfaches Essay richtig aufzubauen.

1. Das Thema (topic)

Fast immer wird dir eine Frage gestellt, die du entweder mit Pro- und Contra-Argumenten oder mit
ausschließlich einseitigen (sich steigernden oder abschwächenden) Argumenten bearbeiten kannst.

z.B. „Should pupils wear school uniforms?“

Nimm dir Zeit für die Vorarbeit! Sammle auf einem separaten Blatt Pro- und Contra-Argumente.
Anhand der Tabelle siehst du, welche Argumentationsart für dich in Frage kommt (entweder sowohl Pro- als auch Contra-Argumente oder nur einseitige Argumente).

2. Die Einleitung (introduction)

Führe kurz und prägnant in das Thema ein. Liegt dir zur Fragestellung ein Text (Buch, Zeitungsartikel etc.) vor, gehst du auf diesen ein. Die Fragestellung sollte natürlich ebenfalls genannt werden.

Beispiel:
In times of “Hartz-IV“, thousands of people in Germany cannot afford trendy clothing.
Especially teenagers of poor parents suffer from teasing and bullying at school in case
they dare come to school wearing trousers and pullovers that are visibly not up to date.
(…) Can school uniforms bring peace to the fashion wars at German schools?

Die Einleitung ist deutlich vom Hauptteil durch einen Absatz getrennt.

3. Der Hauptteil (body)

Der Hauptteil des Essays besteht aus deinen Argumenten (ca. drei bis fünf), die sichtbar voneinander
getrennt werden.

Am Anfang eines jeden Absatzes steht ein Argument, das du danach weiter ausführst. Die einzelnen Argumente sind bestenfalls mit anknüpfenden Wörtern verbunden (to begin with,
furthermore, above all; on the one hand, on the other hand etc. )

Beispiel:
To begin with, school uniforms make pupils look less different. Although every pupil can
choose between several pullovers and trousers or skirts every day all pieces of clothing
are part of the school uniform. (…)

Furthermore, school uniforms create a sense of belonging together. As a recent study
revealed, pupils wearing school uniforms felt more positively towards their school. (…)
But above all, pupils wearing school uniforms perform better at school than those wearing
their every day clothes. (…)

Hauptteil und Schluss sind deutlich durch einen Absatz getrennt.

4. Der Schlussteil (conclusion)

Im Schlussteil stellst du das Ergebnis der Gegenüberstellung bzw. der Auflistung deiner Argumente dar und beantwortest die Aufgabenstellung.

Wenn es sich anbietet, gibst du einen Ausblick über die Fragestellung hinaus oder schließt mit einer
Überlegung bezüglich des Themas ab.

Beispiel:
Finally it can be said that there seem to be only good reasons for wearing school
uniforms. (…) The future will show whether politicians and pupils will decide
to introduce uniforms at German schools or whether the wars over pullovers and
trousers will continue.

Und aufgepasst: Der Schlussteil sollte keine neuen Argumente mehr enthalten! Solltest du deine eigene Meinung einbringen wollen, dann kurz und bündig!

Mein Tipp zum Lernen von den Profis:
Nimm dir einen Nachmittag in der Woche und besuche die Internetseite der britischen Tageszeitung “The Guardian” unter Guardian
Viele Zeitungsartikel folgen einem klassischen Essay-Muster – und Lesen ist die beste Möglichkeit, dein Vokabular zu trainieren.

Wiki-Autor:

Der Autor dieses Artikels ist nicht mehr verfügbar.

Essays sind eine besondere Aufsatzart. Sie sind zwischen Erörterung und Hausarbeit angesiedelt und enthalten die Meinung des Verfassers.
Du musst als Hausaufgabe einen Essay verfassen? Mit unseren Tipps kann nichts mehr schiefgehen![toc]

Definition

Essay bedeutet übersetzt „Versuch“; er ist eine Abhandlung, in der die Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlichen oder literarischen Thema im Vordergrund steht. Es wird eine Fragestellung in knapper, aber anspruchsvoller Form diskutiert.

Ein Essay zeichnet sich durch eine klare Struktur und einen geistreichen Inhalt aus. Die behandelten Themen sind als Denkanstöße zu verstehen.

Aufbau eines Essay

Ein Essay besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Allerdings machst du sie nicht durch Überschriften, sondern durch Absätze kenntlich.

Auch Zwischenüberschriften lässt du weg. Wichtig ist, dass dein Inhalt eine klare Abfolge besitzt, du also den „roten Faden“ beim Schreiben nicht verlierst.

a)    Einleitung

Den Einstieg in das Thema, das du behandelst, schaffst du zum Beispiel mit einem aktuellen Ereignis. Das ist zugleich eine gute Begründung für die Wahl des Themas.

Sollte eine Lehrkraft das Thema vorgeben, ist eine logische Erläuterung „deiner“ Wahl trotzdem ein guter Aufhänger. Themen eines Essays sind Problemstellungen, strittige Fragen, Forschungsmeinungen oder empirische Probleme.

Weitere mögliche Einstiege sind eine persönliche Begebenheit, Fakten oder eine Anekdote. Wichtig hierbei ist, dass du deine Leser animierst, deinen Essay zu lesen. Nach der Begründung leitest du zur These deiner Arbeit über.

b)    Hauptteil

Der Hauptteil setzt sich aus drei bis fünf Argumenten zu der in der Einleitung aufgestellten These zusammen. Du erläuterst wichtige Aussagen und betrachtest sie aus verschiedenen Perspektiven. Du bestätigst oder widerlegst Positionen (deine eigenen und fremde) mit Begründungen und Beispielen.

Hierbei ist entscheidend, dass du die bedeutenden Aspekte nachvollziehbar herausarbeitest. Du darfst dich kritisch und subjektiv mit dem Thema auseinandersetzen, solange du deine Ansichten gut begründest.

Hier ist es ratsam, wenn du deine Gedanken zunächst notierst und beispielsweise eine Mindmap zum Thema erstellst. Dadurch gewinnst du einen Überblick für das Schreiben des Essays.

c)    Schluss

Hier solltest du nicht die Argumente deines Hauptteils wiederholen. Du kannst eine Stellungnahme zum Thema abgeben, die jedoch nicht abschließend formuliert ist. Am besten ist es, wenn du eine abwägende Betrachtung einbaust und weitere Fragestellungen zum Thema aufwirfst.

Dadurch entwickelt der Leser eigene Gedanken und Meinungen zur Thematik. Wenn er sich nach der Lektüre eingehender mit dem Gegenstand beschäftigt, hast du dein Ziel erreicht.

Weitere Tipps

  • Ein Essay ist in der Regel fünf bis zehn Seiten lang. Halte dich an diese Angabe und achte darauf, welche Vorgaben die Lehrkraft macht.
  • Im Text benötigst du keine Fußnoten, allerdings solltest du am Ende ein Literaturverzeichnis erstellen. Wenn du die Meinung eines anderen wiedergibst, machst du das im Text durch indirekte Rede kenntlich: Autor xy hat in seinen Buch „xyz“ gesagt, dass …
    Direkte Zitate haben in einem Essay eher nichts zu suchen!
  • Verwende eine gut verständliche Sprache. Du solltest nicht zu wissenschaftlich und nicht zu banal schreiben. Gute Formulierungen gepaart mit Stilmitteln (Alliteration, Metapher usw.) ergeben für den Leser eine angenehme Mischung.
  • Mach dir einen Zeitplan, damit du rechtzeitig fertig wirst und die Arbeit nach einer Pause korrigieren kannst. Zusätzlich kannst du den Essay von einer zweiten Person durchlesen lassen.

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